etcetera

Etcetera ist ein kleines Schatzkästchen, eine private Schatulle sozusagen. Oder einfach Bilder, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Ein kleines Sammelsurium von Fine-Art-Produktionen oder von Bildern aus aller Welt. Jemand fragte mich einmal, wie ich denn zu meinen Motiven gelangen würde. "I walk", schoss es spontan und in selbstverständlicher Manier aus mir heraus. "I walk" bedeutet für mich aktiv, aber auch neugierig zu sein. Diese Neugierde hat mich die Welt abseits vom Mainstream erkunden lassen und hat dabei manchmal verrückte Züge angenommen. Ich freue mich nun darüber, dass Sie sich die Zeit nehmen um solche  "Findelbilder"  zu bestaunen. 

Fine Art

 

Fine-Art-Produktionen sind Basteleien, die nicht selten in meiner Küche stattgefunden haben. Sie entstehen meistens zur kalten Jahreszeit und aus kreativer Langeweile. Es sind Experimente mit Lichtern und dem ineinander Verschmelzen von Materialien.

Besondere Freude empfand ich eine Zeit lang im Umgang mit Eis. Dabei habe ich Eisklumpen mit pulverisierten Lebensmittelfarben beschichtet und habe sie mit unterschiedlichen Farben und aus unterschiedlichen Winkeln beleuchtet.  Der Schmelzprozess hat schließlich kleine Kunstwerke gezeugt.

Ähnliche Experimentierfreude zeigte ich auch im Umgang mit Scherben, die ich auf einen Spiegel verteilt und wiederum variabel beleuchtet habe. Hin und wieder geschehen erstaunliche und faszinierende Effekte. Bilder, die ich gerne lange betrachte, weil immer wieder Neues sichtbar wird. Abstrakte Kunst sozusagen. Abbildungen, die in jedem Wartesaal, jedem Foyer oder Büro wahre Hingucker sind. 


Bunt durchgemischt

 

In diesem Album warten Fotografien auf Sie,  die ich vor allem unterwegs abgelichtet habe. Eigentlich ein kleiner Reisebericht, versetzt mit gelegentlichen unbedeutenden Utensilien. Doch selbst unbedeutende Dinge vermögen zu wirken, wenn man sich auf sie einlässt.

Meistens bin ich nicht auf der spezifischen Suche nach Sujets. Ich bin eher ein Globetrotter mit großer Kamera - und der Reiseführer heißt Zufall. So entsteht vieles zufällig, außer dem Schema, dass ich mich nicht auf Hauptstraßen, sondern auf Nebenstraßen bewege. Auf diese Weise entdecke ich  immer wieder  Neuland neben Promenaden , die eigentlich schon jeder kennt. Überhaupt schätze ich den kreativen Zufall mehr als die Planung. Es widerstrebt mir daher, Objekte und/oder Modelle zu platzieren oder zu verrücken. Für mich bedeutet Lichtbildkunst Empfundenes zu reproduzieren. Fotografie lehrte mich, mich dem Augenblick herzugeben und Schönheit dort zu finden, wo auf den ersten Blick nichts Besonderes ist.


Natur und Tier

 

Eigentlich würde ich mich nicht als Naturfotograf bezeichnen. Ich priorisiere zufällige und bewegliche Objekte. Beides hat durchaus seinen Reiz - aber so unterschiedlich sind die Herangehensweisen. Denn statische Objekte sind an andere Zeiten und an andere Tempos gebunden, als bewegliche. Für mich  spielt der Faktor Geschwindigkeit eine unentbehrliche Rolle. In hoher Geschwindigkeit ein Sujet zu erfassen, dessen Ausschnitt zu wählen, Iso-Wert, Lichtabgleich, Zoom, Schärfe, Farben etc. einzustellen und schließlich den richtigen Zeitpunkt festzuhalten. Es ist eine Art Foto-Sport, wo kurz vor Knopfdruck zahlreiche Überlegungen und Handlungen in grosser Eile passie-ren.

Bei der Fotografie von Tieren kommt dies besonders zum Tragen. Viele Chancen geben uns unsere Erdenmitbewohner ja oftmals nicht. Da ist Tempo der wesentliche Faktor, wenn man ein unscharfes, farbunterfordertes Wackelbild verhindern will, das dem Moment einen Schritt hinterher hinkt. 


Tier-Portraits

 

Haben Sie selbst Haustiere, oder wollen jemandem eine besondere Freude bereiten? Haben die zahllosen Schnappschüsse auf Ihrem Smartphone doch nicht diese Aussagekraft, die Sie sich eigentlich wünschen würden? Oder träumen Sie von einem großformatigen Bild für ihre Wand? Gönnen Sie sich außergewöhnliche Erinnerungen an ihren besten Freund. Ich porträtiere Katz, Hund, Maus und Konsorte für Sie  - für ein tierisch kreatives Geschenk.

In diesem Album stelle ich Ihnen drei Tiere vor:

1. Ein gehbehinderter Mops, der sich wacker durch das Leben kämpft - er fiel mir besonders im Gespann mit seinem Besitzer ins Auge;

2. ein gezähmtes, Basler Eichhörnchen - ich habe es dressiert, gefüttert und ihm eine Schlafstelle eingerichtet;

3. und unsere Kiwi - einst Straßenhund, heute Manifest einer Diva. 

Gerne schieße ich auch Portraits von Ihnen mit Ihrem Haustier. Der Kreativität soll nur dann Grenzen gesetzt sein, wenn es dem Tier schadet.


Welt des Krieges

 

Das Thema Krieg kreuzt seit vielen Jahren meinen Weg. Während meines einmonatigen Aufenthaltes in Nepal 2002 herrschte Bürgerkrieg. Die Beobachtungen dort haben mich geprägt. Auch wenn die Front immer ein sicheres Stück von mir entfernt gewesen ist - ich wollte fortan genauer hin-, statt wegsehen und versuche bis heute die Komplexität zu verstehen. Dafür begebe ich mich immer wieder an ehemalige Kriegsschauplätze. Auf zahlreichen Reisen durchquerte ich die Strände der Normandie, wanderte durch die Wälder der Ardennen, stieg über die Krater von Verdun & Ypres,  marschierte auf den Schlachtfeldern um Waterloo,  Bastogne  oder Malmedy, gedachte dem Dorf Lidice, stand bei Dünkirchen oder besuchte Konzentrationslager wie Dachau, Sachsenhausen oder Theresienstadt. Meine Bilder wollen nichts Sensationelles oder Außergewöhnliches zeigen. Sie wollen Geschichten erzählen bevor man sie vergisst. Geschichten, die an Bürotischen begannen und in Gräben endeten. 


Obdachlos in der Schweiz

 

Ildigo und Erwin - ein obdachloses Paar aus Basel. Ich habe die Beiden an einem warmen Sommertag kennengelernt und habe einige Tage mit Ihnen verbracht. Dabei entstanden persönliche Bilder quasi in ihrer Wohnstube. Während dieser Zeit habe ich erstaunt festgestellt, dass die Beiden, abgesehen von Ihrer Freiluftwohnung, ohne  weiteres Familie "Schwyzer an der Füdlibürgerstrasse" hätten sein können. Denn ihre Gespräche drehten sich oftmals um "ach so normale Sachen". Es wurde sogar ausgiebig über die "Nachbarn" gelästert. 

Tief beeindruckt hat mich hingegen ihre, nennen wir es mal "Zufriedenheit". Wohl eine Mixtur zwischen Abfindung und partikulärem Helvetismus - die Situation ist zwar nicht schön, aber wir machen das Beste daraus. Übrigens, es wurde laufend aufgeräumt und gefegt. Ildigo und Erwin haben mir mehr Neues gezeigt, als gängige Vorurteile bestätigt - ich hoffe, das tun Sie auch bei Ihnen.


Kathmandu - Eine Retrospektive

 

2012/13 fotografierte ich drei Monate lang Nepals Hauptstadt, bevor ich für ein weiteres halbes Jahr Prag porträtieren sollte. Ich hatte Kathmandu 2002  im Rahmen einer sechsmonatigen Südostasienreise besucht. Damals bereiste ich über 20 Städte, doch dieses Mal wollte ich tiefer in einen Ort eintauchen, statt nur an der Oberfläche zu bleiben. Aus Rücksichtnahme vor der grassierenden Armut und zu meiner eigenen Sicherheit, habe ich mit einer Hosentaschen-Kamera gearbeitet. Es reicht schon, wenn man als Fremder Blicke auf sich zieht, wo sonst keine Fremden sind - und um ehrlich zu sein, auch keine  hingehören. Auf insgesamt etwa 800 Kilometer langen Entdeckungstouren habe ich Kathmandu von einer Seite erleben dürfen, die Pauschal- und Durchreise-Touristen verborgen bleibt. 


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